Kritikpunkte

Die EASA ist nach den Vorgaben der obersten zivilen Welt-Luftfahrtorganisation, der International Civil Aviation Organisation (ICAO), eigentlich verpflichtet, die Flugdienst- und Ruhezeit-Regelungen auf Basis neuester medizinisch-wissenschaftlicher Erkenntnisse festzulegen. In vielen für die Flugsicherheit wichtigen Punkten allerdings weicht die EASA in ihrem Entwurf (CRD) jedoch von den Erkenntnissen und Empfehlungen der Wissenschaftler ab, ohne dies in irgendeiner Weise hinreichend zu begründen. So zum Beispiel:

 

© andreas tittelbach / flightdutytimes.eu1. Bei Nachtflügen – Wann wird ein Mensch müde?
Die Wissenschaftler stimmen darin überein, dass höchstens 10 Stunden als sicher gelten, – die EASA will hingegen 11 Stunden erlauben. Die drei von der EASA selbst in Auftrag gegebenen Gutachten belegen unabhängig voneinander, ebenso wie… (mehr)

take-off-a3202. Lange Arbeitstage mit mehreren Starts und Landungen oder: Kein ausreichender Schutz vor Erschöpfung
Im Gegensatz zu mehrstündigen interkontinentalen Langstreckenflügen, mit nur einer Landung am Ende des Fluges, führen Besatzungen im Bereich der europäischen Kurz- und Mittelstrecken während eines Dienstes mehrere Flüge und… (mehr

© andreas tittelbach / flightdutytimes.eu3. Airport Standby – Kann jeder Pilot nach 22 Stunden Bereitschafts- und Flugdienstzeit auf jeden Fall noch sicher landen?
Der EASA-Entwurf erlaubt Piloten, die zum Beispiel um 7 Uhr morgens ihren Bereitschaftsdienst (engl.: “standby”) antreten und um 11 Uhr einen Flug übernehmen, bis um 1 Uhr…(mehr)

© andreas tittelbach / flightdutytimes.eu4. Short Call Standby – Ein weiteres Beispiel für überlange Dienstzeiten
Die EASA sieht sogenannte “Short-Call” Bereitschaftszeiten (engl: “kurzfristig verfügbar”) vor, bei denen Piloten zu Hause oder in einem Hotel nahe dem Flughafen auf ihren Einsatz warten…(mehr)

© andreas tittelbach / flightdutytimes.eu5. Verlängerung der Flugdienstzeiten – Ein gefährliches Konzept ohne wissenschaftliche Basis
Verlängerungen der gesetzlich vorgeschriebenen, maximalen Flugdienstzeiten sollte es gar nicht geben, sagen die von der EASA befragten Wissenschaftler… (mehr)

© andreas tittelbach / flightdutytimes.eu6. 14-Tage-Limit von 110 Stunden – Ungenügender Schutz vor anwachsender Erschöpfung
Eine der wenigen Verbesserungen im letzten EASA Neuregelungs- entwurf ist die Einführung einer zusätzlichen Begrenzung der maximalen Dienstzeit in 14 Tagen. Das schränkt die bisherige gültige Regelung und angewandte Praxis ein, nach… (mehr)

© panthermedia A131982857. Die Hintertür durch “Opt-Out” Option
Die in dem neuen EASA Regelwerk vorgesehene “Opt-Out” (sich für etwas entscheiden) – Option erlaubt es jedem Mitgliedsstaat selbstständig zwischen einem “early type” (früher Typ) oder “late type” (später Typ) zu wählen. Je nachdem für… (mehr

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Cpt. Dead Tired – #1
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