Es geht um Ihre Sicherheit!

© 2011 andreas tittelbach

“Ich, als gelegentlicher Passagier, möchte natürlich für meinen Flug von A nach B möglichst wenig bezahlen. Das liegt in der Natur der Sache und die meisten Passagiere wollen das. Aber: primär möchte ich später auch noch jemandem von meiner tollen Flugreise erzählen können. Das bedingt eine von der Airline bestmöglich ausgebildete Crew, die mich sicher von A nach B fliegt. Diese Crew MUSS unter dem SCHUTZ einer Aufsichtsbehörde stehen, um eben nicht der ökonomischen Willkür des jeweiligen Arbeitgebers ausgesetzt zu sein. Ein 16-Stunden Tag erachte ich in einem Tätigkeitsfeld, in welchem derart große Aufmerksamkeit gefordert ist und kleinste Unachtsamkeiten tödlich enden können nicht unbedingt als Schutz, sondern als Zumutung!”  (Auszug aus einem Blog-Beitrag zum Thema „Flugdienstzeiten“)

Nach dem Willen der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) sind es in naher Zukunft nicht nur 16-Stunden-Tage, sondern es können schnell 20, 22 und mehr Stunden-Tage werden. Das wäre, wenn schon bald die geplanten neuen Vorschriften europaweit in Kraft treten sogar “völlig legal”, aber wäre es auch sicher?

Es scheint, dass für die EASA die wirtschaftlichen Interessen der Industrie eine wesentlich größere Rolle spielen, als die Flugsicherheit. Denn es zeichnet sich ab, dass die Chance, endlich verantwortungsvolle Flugdienstzeit – Regelungen zu schaffen gerade verspielt wird. Mit dem Ende der Kommentierungsfrist am 19.3.2012 geht das Gesetzgebungsverfahren der EASA in eine weitere, kritische Phase. Hinter verschlossenen Türen wird nun der finale Gesetzesentwurf ausgearbeitet, der danach der EU Kommission zur Abstimmung zugeleitet wird. Dieses so genannte „Komitologieverfahren“ ist eine spezielle Art Gesetzgebungsverfahren, das sich nicht gerade durch Transparenz bzw. durch die Beteiligung einer großen Öffentlichkeit auszeichnet. Diese EU Gesetzgebung gilt auch für die Schweiz, obwohl diese kein EU-Mitgliedstaat ist (Erfahren Sie hier warum).

Die jetzt geplanten neuen Bestimmungen ignorieren in weiten Teilen die wissenschaftlichen Forschungsergebnisse über Erschöpfung und Müdigkeit bei Piloten. Sie  gehen weit darüber hinaus, was die Wissenschaft noch als vertretbar empfiehlt. Sollte der aktuelle Gesetzesentwurf der EASA nicht entscheidend überarbeitet werden, droht die Flugsicherheit für Passagiere und Flugbesatzungen massiv Schaden zu nehmen.Die wesentlichen Kritikpunkte am aktuellen Gesetzesvorschlag der EASA finden Sie hier.

Appellieren Sie durch Ihre Unterschrift auf dieser Seite an die zuständigen Politiker, sich dafür einzusetzen, dass die geplanten Flugdienst- und Ruhezeiten auch in Zukunft die Flugsicherheit gewährleisten und Sie als Passagier sicher ans Ziel gelangen.

Auf Ihre Stimme kommt es an! zur Unterschriftenaktion